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Top 10 Reitregionen in Frankreich

Luberon, Provence, France
Photo: Sébastien Thébault, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Frankreich hat eine der tiefsten Pferdekulturen Europas, und das zeigt sich nicht nur in der Haute École des Cadre Noir. Das Land bietet alles: Wildpferde in der Küstensumpflandschaft, Waldtrails durch das Loiretal, alpine Hochgebirgsrouten in den Cevennen und atlantische Küstenritte in der Bretagne. Zehn Regionen, die zusammen ein vollständiges Bild der französischen Reitlandschaft ergeben.

1. Camargue, Provence-Alpes-Côte d'Azur

Die Camargue im Rhône-Delta ist Europas bekannteste Wildpferdlandschaft. Die weißen Camargue-Pferde — genauer: sie werden als Fohlen grau oder graubraun geboren und werden mit zunehmendem Alter weiß — sind eine der ältesten Pferderassen der Welt, seit Jahrtausenden an das Brackwasser, die Schilfgürtel und das mediterrane Klima angepasst. Lokale Manadiers (Viehtreiber) bieten Ritte durch die Étangs, die Camargue-Stierherde und die Flamingo-Lagunen an. Die bekanntesten Reitbetriebe liegen bei Saintes-Maries-de-la-Mer. Saison: März bis Oktober.

2. Luberon, Provence

Das Luberon-Massiv bietet Reittouren durch das Herz der provençalischen Hügellandschaft — Lavendelfelder im Juli, Weinberge im Herbst, ockerfarbene Dörfer auf Felskuppen. Betriebe wie Randocheval organisieren Mehrtages-Ritten zwischen Gordes, Bonnieux und Roussillon. Die Pferde sind typischerweise Selle Français oder leichte Warmblüter; das Terrain ist hügelig und gut markiert. Eine klassische Provence-Woche kombiniert Reiten mit Gasthaus-Übernachtungen.

3. Loiretal, Centre-Val de Loire

Das Loiretal ist UNESCO-Weltkulturerbe wegen seiner Schlösser, und zu Pferd lässt es sich auf einer anderen Ebene erleben. Reitanlagen zwischen Blois und Amboise bieten Touren durch Waldgebiete der Loire-Ebene und an Schlossparks vorbei. Das Terrain ist flach bis sanft hügelig — gut für weniger erfahrene Reiter. Mehrtages-Touren mit Schloss-Übernachtungen sind buchbar; Saumur liegt am südlichen Rand des Loiretals.

4. Saumur und der Cadre Noir

Saumur ist die Hauptstadt der französischen Reitkultur. Der Cadre Noir, die École Nationale d'Équitation, ist eine der ältesten Reitertraditionen Europas und seit 1828 am heutigen Standort. Die schwarzgekleideten Reiter des Cadre Noir führen regelmäßig öffentliche Vorstellungen der Haute École auf, die Levade und Kapriole einschließen. Besucher können an Führungen durch die Stallungen teilnehmen; Buchungen für Vorstellungen sollten Monate im Voraus gemacht werden. In der Umgebung von Saumur liegt die Dichte an Reitanlagen in Frankreich am höchsten.

5. Sologne, Centre-Val de Loire

Die Sologne ist eine waldreiche, von Seen durchzogene Ebene südlich der Loire und traditionelles Reit- und Jagdgebiet. Reitanlagen in Lamotte-Beuvron und Romorantin bieten Ausritte durch Eichen- und Kiefernwälder, an Étangs vorbei, durch ein Gebiet, das kaum Touristen kennen. Hirsche, Wildschweine und Reiher gehören zum Alltag dieser Ritte.

6. Cevennen, Okzitanien

Die Cevennen — das Gebirge des Robert-Louis-Stevenson-Eselswegs — bieten Reittouren auf ausgearbeiteten Fernwanderwegen durch Kastanienwälder, Dolinen und Flussläufe. Lokale Betriebe bei Florac, Saint-Jean-du-Gard und Meyrueis bieten Mehrtages-Touren an; einige folgen den Routen des historischen GR68. Das Terrain ist technisch und für Pferde mit Berggewohnheit geeignet.

7. Bretagne, Atlantikküste

Die Bretagne bietet Küstenritte entlang von weißen Sandbuchten, über Heide und durch kleine Fischerpoerdörfer. Betriebe zwischen Quiberon und dem Cap Finistère bieten Stunden- bis Tagesritte auf Küstenwegen an. Einige Touren kombinieren Atlantikstrand-Ausritte mit Ausflügen in das Inland zu mittelalterlichen Städten. Das Wetter ist atlantisch — bring eine Regenjacke, unabhängig von der Jahreszeit.

8. Vercors, Auvergne-Rhône-Alpes

Das Vercors-Plateau westlich von Grenoble ist ein Hochplateau mit senkrecht abfallenden Rändern und einem weiten Hochalm-Inneren. Reitanlagen in Villard-de-Lans und Autrans bieten Ausritte auf Sommerweiden, in Buchenwälder und auf Aussichtspunkte mit Blick auf das Belledonne-Massiv. Sommersaison (Juni bis September) mit langen Tageslichtzeiten; Mehrtages-Gîte-Touren sind buchbar.

9. Normandie, Calvados und Manche

Die Normandie ist eine der pferdereichsten Regionen Frankreichs; das Haras National du Pin, das „Versailles der Pferde" im Département Orne, ist das Zentrum der normannischen Pferdezucht. Reitanlagen in der Calvados-Küstenregion bieten Ausritte über die Bocage-Landschaft und, auf einigen Routen, an den Stränden der D-Day-Landung von 1944. Utah Beach und Omaha Beach sind zu Fuß und zu Pferd zugänglich; der Kontrast von Küstenidylle und Gedenken ist ein besonderer emotionaler Hintergrund.

10. Pays Basque, Nouvelle-Aquitaine

Im Pays Basque zwischen Biarritz und der spanischen Grenze bieten Betriebe Ausritte durch das hügelige Baskenland, auf Pyrénées-Atlantiques-Wegen und an der atlantischen Küste an. Das Pottok — das basische Pony, heute selten und unter Schutz — ist das regionale Wahrzeichen; einige Betriebe setzen es für Kinderausritte ein. Das Gelände kombiniert atlantischen Wald, Farnheide und Gebirgsausläufer.

Planung und Saison

Frankreich ist nahezu ganzjährig bereit, mit einer Kernsaison von Mai bis Oktober für die meisten Regionen. Die Camargue ist im Sommer heiß (bis 38°C) und stark von Mücken beeinträchtigt; Frühjahr und Herbst sind die besten Jahreszeiten. Mehrtages-Touren buche drei bis sechs Monate im Voraus für Sommer; Tagesritte oft kurzfristig buchbar.

Vom Lesen zum Planen

Die Weltkarte zeigt jeden hier erwähnten Ort, mit Fotos und Details nur einen Klick entfernt.